Die tödliche Freiheit des Schauspielers Joachim Gottschalk

Mit Dr. Rosemarie Killius und Michael Quast

Eine einmalige Sonderveranstaltung zum 85. Todestag des Frankfurter Publikumslieblings und Stars der Römerberg-Festspiele.

Programm von und mit Dr. Rosemarie Killius und Michael Quast.
Die Klarinettistin Irith Gabriely spielt Musik von Erwin Schulhoff und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Joachim Gottschalk (1904–1941) lebt noch heute in der Erinnerung mancher Menschen als großer Filmschauspieler der 30er Jahre. Die sieben Filme mit ihm als Hauptdarsteller waren damals europaweit bekannt. Joachim Gottschalk als genialen Theaterschauspieler, der als Superstar auf den Frankfurter Römerbergfestspielen agierte, kennen hingegen nur noch wenige aus den Erzählungen ihrer Eltern.
Die Historikerin Rosemarie Killius hat seinem Lebensweg nachgespürt. Gespräche mit Weggefährten, Briefe und Tagebücher zeichnen ein eindrucksvolles Bild seines Lebens. Aus der Stadt seiner größten Bühnenerfolge wurde Gottschalk von den Nazis wegen seiner Solidarität zu seiner jüdischen Ehefrau verjagt. Als er schließlich in Berlin dem Druck des „Schirmherrn des deutschen Films“, Joseph Goebbels, nicht mehr
standhalten konnte, wählte er mit seiner Familie den Freitod.

Dr. phil. Rosemarie Killius hat u. a. in Madrid und Paris Geschichte sowie französische und spanische Philologie studiert und in Biografieforschung promoviert. Sie publiziert zur Zeit des Nationalsozialismus und der Weltkriege. Ihr Engagement in Russland wurde mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Als Expertin für die Filmgeschichte der 1930er bis 1950er Jahre ist sie freie Mitarbeiterin bei der Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung und am Deutschen Filminstitut/Filmmuseum (DFF).

Termine

  • So 29.03.2026

    11 Uhr MATINEE

    Volksbühne im Großen Hirschgraben - STUDIOBÜHNE
    Großer Hirschgraben 19, 60311 Frankfurt

    Zum 85. Todestag des Frankfurter Publikumslieblings und Stars der Römerberg-Festspiele