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Der Struwwelpeter

Uraufführung

Ein Aufeinandertreffen der Frankfurter Art: Duo Infernale (Fischmann & Quast) und Ensemble Modern begegnen den weltbekannten höchstumstrittenen Geschichten Heinrich Hoffmanns!

Die Neuvertonung durch Mitglieder des Ensemble Modern befördert den 175 Jahre alten Text mit viel Spaß und Temperament ins 21. Jahrhundert.

Auf der Suche nach einem Bilderbuch für seinen Sohn fand der Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann im Dezember 1844 in den Frankfurter Buchläden nichts passendes, nur »alberne Bildersammlungen, moralische Geschichten«. Kurzerhand schrieb und zeichnete er selbst und legte dem dreijährigen Kind fein gebunden eine Sammlung von zehn Kurzgeschichten unter den Weihnachtsbaum. Vor allem die erwachsenen Bekannten waren begeistert und ein befreundeter Verleger überredete Hoffmann zur Veröffentlichung. So begann Der Struwwelpeter eher zufällig seinen Siegeszug um die Welt. Zappel-Philipp, Paulinchen, Hans Guck-in-die-Luft oder der Daumenlutscher Konrad erleben ziemlich drastische Abenteuer und über die Erziehungsmethoden bzw. Absichten des Autors wird noch heute in Pädagogikseminaren gestritten. Unzählige Adaptionen und Parodien zeugen von Ambivalenz und Vielfalt der Deutungsmöglichkeiten der Geschichten.

Durch die Eröffnung der neuen Spielstätte im Großen Hirschgraben wird es möglich, den langjährigen Plan einer Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern – und der gemeinsamen Auseinandersetzung mit dem Werk des Arztes, Autors und engagierten Frankfurter Bürgers Heinrich Hoffmann – in die Tat umzusetzen. Uwe Dierksen, Christian Hommel und Hermann Kretzschmar, alle drei Musiker im Ensemble Modern, komponieren Musik für das Ensemble und die Akteure Sabine Fischmann und Michael Quast.

Regie Matthias Faltz Komposition Uwe Dierksen, Christian Hommel, Herrmann Kretzschmar
Musiker Ensemble Modern Gesang/Performance Sabine Fischmann und Michael Quast
Ausstattung Carsten Wolff 

Eine Koproduktion der Volksbühne mit dem Ensemble Modern.
Gefördert von Aventis Foundation, Dr. Marschner Stiftung und Kulturfonds Frankfurt RheinMain.