SCHULTHEATER.TANZ(T) – be the move!
Bundeswettbewerb Schultheater der Länder 2026
In einer bewegten Welt braucht es Bewegtes und Bewegendes! Für fünf Tage kommen junge Menschen aus allen Bundesländern nach Frankfurt und bespielen die Bühnen der Stadt.
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PROGRAMM IN DER VOLKSBÜHNE IM GROSSEN HIRSCHGRABEN
Dienstag, 22.09.2006, 11:00 Uhr
Brandenburg
Hinter geschlossenen Augen
Friedrich-Engels-Gymnasium Senftenberg (FEG) – L.u.S.T. – Eigenproduktion
Spielleitung: Marita Schellack und Frank Engelhardt
Schließe deine Augen und es werden Bilder entstehen. Wünsche, Illusionen, Ängste, Hoffnungen, Emotionen – vieles was nicht nur uns beschäftigt und in Gedanken und Träumen verarbeitet wird. Wir haben uns mit persönlichen Erlebnissen der Spielenden auseinandergesetzt und im Stück mit Hilfe verschiedener Herangehensweisen und Bewegungsformen verarbeitet.
Bundesjury: Ihr bewegt uns, weil eure Bewegungen und die damit verbundenen Verletzlichkeiten einen Wirbelwind von Emotionen erschaffen.
Beschreibung der Gruppe:
Das Lehrer- und SchülerTheater am FEG besteht über 35 Jahre und bringt mit Schülern der Klassenstufen 5 – 12 Eigenproduktionen, klassische oder moderne Stücke auf die Bühne. Wir experimentieren gern, sind kreativ und manchmal verrückt und immer L.u.S.T.ig.
Tanz und Theater bedeuten für uns das Verlassen von Komfortzonen, das Ermöglichen von Träumen und Fantasien, Leidenschaft und Spaß. Man hält sich und/oder anderen einen Spiegel vor das Gesicht. Man muss nur hineinschauen.
Unser Stück setzt etwas in Bewegung, weil nichts im Stillstand ist.
Content Notes: Mobbing
Sensorische Reize: sehr dunkle, gedämpfte Beleuchtung; laute, kraftvolle Musik
Dienstag, 22.09.2026, 11:00 Uhr im Anschluss
Nordrhein-Westfalen
Fluchtwege
Goethe-Gymnasium Düsseldorf – Projektkurs Theater am Goethe (Q1) – Eigenproduktion
Spielleitung: Sinje Sybert, Choreografie: Annika Wolf, Technik: Simon, Eli, Moritz, Stefan Heitz
Flucht vor Krieg, Hunger und Naturkatastrophen ist für Millionen Menschen weltweit bittere Realität – gestern wie heute. In „Fluchtwege“ bringen 18 Schülerinnen des Projektkurses Theater Q1 des Goethe-Gymnasiums diese Realität auf die Bühne. Das Stück erzählt wahre Geschichten: von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Syrien, der Ukraine und dem Sudan, aber auch von Eltern und Großeltern, die einst aus der DDR fliehen mussten. Es sind Geschichten von Angst und Hoffnung, von Verlust und Mut und von der Frage, was Flucht mit einem Menschen macht. Auch wenn die Darstellerinnen selbst nicht auf der Flucht sind, setzen sie sich intensiv mit den Erfahrungen und Gefühlen junger Menschen auseinander, die ihre Heimat zurücklassen mussten. „Fluchtwege“ verbindet Vergangenheit und Gegenwart und lädt das Publikum ein, zuzuhören, mitzufühlen und hinzuschauen.
Bundesjury: Ihr bewegt uns, weil ihr das Thema Flucht überzeugend in Inhalt, Form und Bewegungsästhetik darstellt. Die emotionalen Aspekte von Flucht stellt ihr als Gruppe überzeugend und sensibel dar.
Tanz und Theater bedeuten für uns, gemeinsam Geschichten zu erzählen, Emotionen auszudrücken und Menschen miteinander zu verbinden.
Unser Stück setzt etwas in Bewegung, weil Flucht immer Bewegung bedeutet – im Körper, im Geist und im Herzen.
Content Notes: Krieg; Flucht; Tod/Sterben
Sensorische Reize: laute, kraftvolle Musik; helle, ggf. schnell wechselnde Beleuchtung
Dienstag, 22.09.2026, 20:00 Uhr
Sachsen-Anhalt
Der Sandmann
Professor-Friedrich-Förster-Gymnasium Haldensleben – Theater-AG Mutabor – Eigenproduktion (nach E.T.A. Hoffmann)
Spielleitung: Christian Müller
Ein Stück an der Grenze zwischen Sprechen und Sprachlosigkeit. Körper, die versuchen, den Schmerz auszudrücken, aber nicht gehört werden. Wie ist es, sein Trauma in fremder Gestalt zu sehen? Den ausgestreckten Arm sehen, ihn aber nicht zu ergreifen? Ist der Sandmann eine böse Macht – oder nur die Projektion des eigenen Ichs?
Bundesjury: Ihr bewegt uns, weil ihr uns in die tiefsten Täler der Seele führt – maybe.
Beschreibung der Gruppe:
Derzeitige und ehemalige Schülerinnen trainieren physical theatre und nutzen den Körper intensiv als Ausdrucksmittel für das Sprechtheater.
Tanz und Theater bedeuten für uns Ausdruck des Unsichtbaren und Wesentlichen.
Unser Stück setzt etwas in Bewegung, weil es Traumbilder erschafft.
Content Notes: explizite Darstellung körperlicher Gewalt; explizite Darstellung sexualisierter Gewalt; Mobbing; Suizid; Tod/Sterben; Psychische Erkrankungen
Sensorische Reize: helle, ggf. schnell wechselnde Beleuchtung; Einsatz von Stroboskop-Effekten; laute, kraftvolle Musik; plötzliches Geschrei; sehr bunte Kostüme, Muster und Farben auf Bühnenbild und Requisiten
Weitere Unterstützende: Katrin Müller (Dramaturgin)
Mittwoch, 23.09.2026, 11:00 Uhr
Mecklenburg-Vorpommern
Das Papier
Innerstädtisches Gymnasium Rostock – Theaterkurs Jg. 11 – Eigenproduktion
Spielleitung: Nele Brinkmann
ICH bin Anführerin. ICH bin Mitläuferin. ICH halte die Gruppe zusammen. ICH ecke an. ICH passe mich an. ICH bin Ideengeberin. ICH fange die anderen auf. WIR sehnen uns nach Freiheit… Die Rolle, die man innerhalb einer Gruppe hat, ist vorbestimmt oder? Und was ist eigentlich, wenn man da nicht mehr mitspielen will? In „Das Papier“ setzen sich die Spielerinnen intensiv mit Gruppenbildung, hierarchischen Strukturen, äußeren und inneren Konflikten sowie Zugehörigkeitsgefühlen auseinander. Gemeinsam und einzeln erforschen sie ihr Innerstes und begeben sich auf die Suche nach dem alles versprechenden Ausbruch. Aber kann er halten, was er verspricht?
Bundesjury: Ihr bewegt uns, weil ihr eingeständig das Thema Gruppenzugehörigkeit durch Bewegung, Tanz und den gezielten Einsatz des Papiers darstellt. Ihr arbeitet als Ensemble stark zusammen und bleibt als Gruppe immer sichtbar.
Beschreibung der Gruppe:
Die Gruppe besteht aus neun engagierten und reflektierten Schülerinnen. Die Auseinandersetzung mit Tanz als theatrale Ausdrucksform war für uns alle eine Premiere, die uns regelmäßig vor Herausforderungen stellte. Schritt für Schritt probierten wir verschiedene Wege aus, verwarfen und verliebten uns in Ideen. Den Körper als zentrales Ausdrucksmittel zu betrachten, bietet für die Gruppe einen neuen Zugang zu Theater, den wir nicht mehr missen wollen.
Tanz und Theater bedeuten für uns sich ohne Worte auszudrücken zu lernen.
Unser Stück setzt etwas in Bewegung, weil das Blatt Papier zu wenden bedeutet, aus alten Mustern ausbrechen zu müssen.
Weitere Unterstützende: Nora Carr
Mittwoch,23.09.2026, 11:00 Uhr im Anschluss
Saarland
Borderclass – Tanz zwischen Likes, Algorithmen und Schicksal
Deutsch-Luxemburgisches Schengen-Lyzeum Perl – Tanz-Theater AG 8 Silent Screams – Eigenproduktion
Spielleitung: Sylvie PETRY
Ausgehend von eigenen Erfahrungen im Schulalltag entwickelten die Jugendlichen Szenen, Texte und choreografische Sequenzen, die ihre Lebenswelt widerspiegeln. Alle Schülerinnen der Tanz-Theater-AG verbindet die Freude an Bewegung und der Wunsch, sich auszudrücken. Tanz wird zur zentralen Sprache des Stücks – vielfältig und lebendig, weil jede ihren eigenen Stil einbringt. Aus dem Gefühl, manchmal nur noch „stumm schreien“ zu können, entsteht die fragmentarisch erzählte Lebenswelt einer Schulklasse zwischen Leistungsdruck, Überforderung, Humor, Widerstand und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Ein zentrales Motiv bildet zu Beginn das sich drehende Schicksalsrad – inspiriert von “O Fortuna”. Drei Influencerinnen führen in die digitale Welt der Jugendlichen ein. Wie die Algorithmen unserer Zeit beeinflussen sie, was sichtbar wird und als bedeutsam gilt. Ausgehend vom Bild des Schicksalsrades entfaltet sich eine Lebenswelt zwischen digitaler Kontrolle, schulischem Druck und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Die Jugendlichen zeigen ihre Perspektive auf ein System, das sie häufig auf Noten, Likes und Erwartungen reduziert – und setzen dem ihre eigene Stimme und Individualität entgegen.
Bundesjury: Ihr bewegt uns, weil eure jungen Bilder-Körper-Ton-Schauer-Schulwelten unter die Haut gehen und ihr uns zeigt, was Tanz als Gegenkraft schafft.
Beschreibung der Gruppe:
Die heterogene Mädchengruppe umfasst 14 Schülerinnen der Klassenstufe 8 mit vielfältigen kulturellen und sozialen Hintergründen aus Deutschland, Luxemburg und Frankreich. In der Tanz-Theater-AG entsteht ein geschützter Raum, in dem sie sich künstlerisch ausdrücken können. Im kreativen Prozess wachsen sie zusammen, entdecken ihre Stärken und entwickeln den Mut, über sich hinauszuwachsen.
Tanz und Theater geben uns eine Stimme – auch ohne Worte. Sie schaffen Gemeinschaft, stärken unser Selbstvertrauen und ermöglichen uns, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen. Gemeinsam entdecken wir, wer wir sind und was in uns steckt.
Unser Stück setzt etwas in Bewegung, weil Tanz das Unsagbare sichtbar macht und zeigt, dass die Jugendlichen mehr als Zahlen sind- sie sind Geschichten in Bewegung.
Content Notes: explizite Darstellung seelischer Gewalt; Mobbing; Suizid; Tod/Sterben; Selbstverletzung
Sensorische Reize: sehr dunkle, gedämpfte Beleuchtung; laute, kraftvolle Musik; plötzliches Geschrei; plötzliche laute Soundeffekte, z.B. ein Pistolenknall


