Stammtisch der Demokratie

Das Gasthaus als Demokratieort
1848 bis heute

Veranstaltungen zum bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte am 18. März 2026

Demokratie war in Deutschland nie eine Selbstverständlichkeit, aber zu allen Zeiten haben mutige Frauen und Männer dafür gekämpft. In ganz Deutschland gibt es Orte, die uns daran erinnern – und die uns vor Augen führen, was heute neuen Anfeindungen ausgesetzt ist und deshalb unseren täglichen Einsatz braucht.

Kein Tag steht so sehr für das jahrhundertelange deutsche Ringen um die Demokratie wie der 18. März: Tag der Mainzer Republik 1793, Höhepunkt der Revolution 1848, die erste freie Volkskammerwahl in der DDR 1990.

Am 18. März 2026 findet erstmals der bundesweite Tag der Demokratiegeschichte unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier statt.

Gaststätten waren im Vormärz und 1848 wichtige politische Debattenorte. Sie sind bis heute Orte des politischen Austauschs der Zivilgesellschaft. Friedrich Stoltze war Schriftsteller in Frankfurt und trat 1848 für ein demokratisches und republikanisches Staatswesen ein. Er kannte schon als Kind die liberalen Akteur:innen des Vormärz, die in der Gastwirtschaft seines Vaters, „Zum Rebstock“ in der Altstadt Frankfurts, ein und aus gingen. Von dort breiteten sich Forderungen nach Freiheit aus und die Vorbereitungen zur Revolution nahmen ihren Lauf. Auch die Abgeordneten der Paulskirche trafen sich zur politischen Debatte 1848 in den umliegenden Gaststätten.

Zum Tag der Demokratiegeschichte soll das Format aufleben: Bei Wasser, Limo, Bier und Apfelwein, in Kultkneipe, Bar oder Apfelweinlokal werden Debattenformate am Stammtisch moderiert probiert: Wo findet für Euch Demokratie ganz konkret statt: Internet, Nachbarschaft, Verein oder Kneipe? Wer fehlt und wer redet mit? Was wünscht ihr Euch für Räume? Was braucht es für eine gute Debatte und einen konstruktiven Streit? Führungen an den demokratiegeschichtlichen Orten flankieren die Veranstaltung.

VOLKSBÜHNE IM GROSSEN HIRSCHGRABEN
In der Volksbühne im Großen Hirschgraben verbinden sich Kunst, Kultur, und Kneipe. Darüber, wie Kunst und Theater die politische Debatte vorantreiben können und welche Räume dazu in Frankfurt existieren und fehlen, diskutiert das Publikum mit Schauspieler Michael Quast und Moderatorin und Philosophin Noémie Rinckenbach von der Stabsstelle Entwicklung Paulskirche / Haus der Demokratie.

Michael Quast ist Schauspieler, Kabarettist und Regisseur. Er machte sich auf deutschen Theaterbühnen und vor der Kamera einen Namen, bevor er sich zunehmend auch als Regisseur und Produzent betätigte. Seit Dezember 2008 leitet er die von ihm gegründete Fliegende Volksbühne Frankfurt Rhein-Main.

Die Plätze sind begrenzt, daher bitten wir um eine Anmeldung. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Euer Kommen! ANMELDUNG

Diskussionsrunden
Mittwoch, 18. März 2026
18 – 20 Uhr: Bar Shuka
20 – 22 Uhr: Café KoZ

Donnerstag, 19. März 2026
18 – 20 Uhr: Volksbühne
20 – 22 Uhr: Club Voltaire

Öffentliche Führungen
Freitag, 20. März 2026
Paulskirche
Stoltze Museum

Weitere Informationen zum Programm findet Sie hier

Termin

  • Do 19.03.2026

    18 Uhr BEI UNS ZU GAST

    Volksbühne im Großen Hirschgraben - STUDIOBÜHNE
    Großer Hirschgraben 19, 60311 Frankfurt

    Kostenfreie Diskussionsrunde / Teilnahme mit Anmeldung!
    Veranstaltungen zum bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte am 18. März 2026